Subventionen Landwirtschaft gesamtbetrieblich betrachten

Betriebsentwicklung

Landwirtschaftliche Förderungen und Subventionen sind der größte Posten im EU-Budget und ein wichtiger Bestandteil des Einkommens von uns Landwirten. Förderungen der öffentlichen Hand machen in Österreich im Schnitt zwei Drittel des landwirtschaftlichen Einkommens aus.

Land zu bewirtschaften oder Tiere zu halten alleine reicht nicht, um das Geld zu erhalten, die Zahlungen bekommt man nicht “einfach so”. Es sind dafür Leistungen zu erbringen, die der Umwelt, den Nutztieren oder der Allgemeinheit zugute kommen.

Subventionen Landwirtschaft Vorgaben

Die Zahlungen teilen sich auf in eine 1. Säule, den Marktordnungszahlungen, die auch als Direktzahlungen bezeichnet werden und in eine 2. Säule, den Zahlungen der Ländlichen Entwicklung.

Das “Österreichische Programm für umweltgerechte Landwirtschaft” (ÖPUL) ist ein wesentlicher Teil der zweiten Säule der Agrarsubventionen in Österreich. Es umfasst Zahlungen, die Bauern bekommen, wenn sie eine oder mehrere ÖPUL-Vorgaben erfüllen.

Durch diese Zahlungen wird ein Anreiz geschaffen, besonders umweltschonende und nachhaltige Maßnahmen umzusetzen und in den Betriebsablauf zu integrieren. 

  • Begrünung von Ackerflächen mit Zwischenfruchtanbau
  • Biologische Wirtschaftsweise
  • Bodennahe Gülleausbringung
  • Erhaltung gefährdeter Tierrassen
  • Mulch- und Direktsaat

Das sind nur einige einer ganzen Liste von verschiedenen Maßnahmen.

Subventionen Landwirtschaft Auswahl

Wichtig für den Landwirt ist, die für die eigenen Voraussetzungen passenden Maßnahmen auszuwählen und diese ordnungsgemäß durchzuführen.

Es sollen dabei immer gesamtbetriebliche Überlegungen bedacht werden und nicht die einzelnen Prämienhöhen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht kann es jedoch auch durchaus sinnvoll sein, in die möglichen Maßnahmen mit in die Betriebsentscheidungen mit einfließen zu lassen.

So kann es zum Beispiel sinnvoll sein, bei der Fruchtfolgeplanung die Zwischenfrüchte aufwands- und förderungsmäßig mit zu berücksichtigen. Oder auch bei einer anstehenden Investition in die Gülletechnik soll das Thema Schleppschlauch und die Förderung der bodennahen Gülleausbringung auf jeden Fall bedacht werden – nicht zuletzt auch wegen der Reduzierung der Stickstoffverluste und der Minderung der Geruchsbelästigung.

Der Anteil der Förderungen und Subventionen soll und muss bei der Betriebsentwicklung mit berücksichtigt werden, soll aber nicht ausschlaggebend für eine Richtung sein.

Ich empfehle Entwicklungsschritte im landwirtschaftlichen Betrieb immer gesamtbetrieblich zu sehen. Nur nach sorgfältiger Überlegung aller relevanten Faktoren, insbesondere der Optimierung der bestehenden Situation und Berücksichtigung der persönlichen Neigungen trifft man langfristig erfolgsweisende Entscheidungen.

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