14. Herausforderung der Klimaführung

Rindermast Sundays

Heute geht es um die Herausforderung der Klimaführung im Maststall bei stark schwankenden Außentemperaturen!

Im Gegensatz zu den zum Teil vollklimatisierten Ställen in der Fresseraufzucht, ist ein Großteil der Stallungen in der Rindermast ist vom Außenklima abhängig.

Dementsprechender Sorgfalt und Obacht bedarf es bei den derzeitigen Temperaturschwankungen.

Innerhalb nur weniger Tage hatten wir draußen Temperaturunterschiede von 20 oft sogar 25°C!

Von Dauerfrost, eingefrorenen Wasserleitungen, Frost im Silo, Frost im Stall in kürzester Zeit zu fast frühlingshaften Temperaturen - und das begleitet oft von sehr windigen Verhältnissen.


14_Klimaführung

Unsere Tiere sind grundsätzlich sehr kälteunempfindlich - vorausgesetzt sie sind dabei keiner Zugluft ausgesetzt!

Die Tiere reagieren jedoch empfindlich auf starke Temperaturschwankungen - vor allem Tag-/Nachtschwankungen sind äußerst belastend für den Organismus unserer Tiere.

Aber eben auch solche extremen Temperaturunterschiede innerhalb nur weniger Tage erweisen sich als Herausforderung in der optimalen Regelung unseres Stallklimas.

Aus Vorsicht werden Fenster, Tore und sonstige Lüftungsmöglichkeiten nach einer so raschen Erwärmung oft noch zu gelassen – stickige Luft mit hoher Luftfeuchtigkeit und Schadgasbelastungen sind die Folge.

Im Gegenzug ist natürlich eine schlagartige und ungebremste Luftzufuhr eine Gefahr für die Tiergesundheit.

Hier den entsprechenden Mittelweg für einen gleitenden Übergang zu finden ist die „Kunst“ von uns Mäster.

Vor allem jungen, empfindlichen Tieren Schutzzonen schaffen, die einerseits gut vor Zugluft und direkter Kälte geschützt sind, andererseits trotzdem gut belüftet sind.

Je jünger und damit doch noch empfindlicher die Tiere sind, umso wichtiger ist dies!

Jedoch auch schon "scheinbar" vitale und widerstandsfähige Tiere - meist mit einem Gewicht von 250 - 350 kg bedürfen vor allem in solchen Situationen noch besonderem Schutz.

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Eine sehr einfache - und sehr effektive Möglichkeit sind Kleinklimazonen.
In verschiedensten Varianten ausgeführt - ob abnehmbar, klappbar - für jeden Betrieb gibt es dafür meist sehr gute Möglichkeiten.

Die Tiere in diesem Bereich sind sehr gut geschützt vor Zugluft und einfallender Kaltluft und ein ausreichender Luftaustausch ist trotzdem gewährleistet.

Wesentlich für die Gestaltung ist jedenfalls eine flexible Ausführung, um in den heißen Monaten keinen Hitzestau und somit wiederum eine starke Belastung zu erzeugen.

Wie man sieht - Stallklima ist eine ständige Herausforderung und mitunter ein sehr maßgeblicher Faktor für eine erfolgreiche Rindermast!

Für heute wünsch ich dir noch ruhigen und erholsamen Sonntag!


Robert Windauer
Landwirt Masterclass

In unserem Tuning Plan analysiere ich deinen Betrieb und gebe dir einen Schritt-für-Schritt Tuningplan an die Hand. Wir können dort alle oben angeführten Bereiche der Rindermast optimieren.


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